teufelCHEN online - Drachennarr ;o)

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...auf einmal verstummen die Gespräche

im hinteren Zimmer der Schänke.

Eine vermummte Gestalt erhebt seine Stimme

und spricht in einer alten,

elfischen Sprache ein Gedicht.

Nachdem ihr zwar aufmerksam gelauscht habt,

jedoch den Sinn nicht verstanden habt,

fragt ihr Eol nach der Übersetzung.

Er grinst und erklärt euch, dass das ein sehr schönes und altes Gedicht ist.

Dann übersetzt er mit feierlicher Stimme:  

 

Vor unvorstellbar langen Zeiten 
weilten Drachen in der Welt,
zogen durch endlose Weiten,
kreisten hoch am Himmelszelt.

Die Hüter der Magie und Weisheit,
mächtig, stolz, frei wie der Wind -
doch Wandel löste ab ihr Walten,
die Zeiten längst vergangen sind.

Die Nacht brach an für jene Drachen,
finster, düster, schwarz und kalt.
Wo einst zu hören war ihr Lachen
dort wurd es still und stiller bald.

Ihr Flügelschlag verklang ganz leise,
fast unbemerkt zogen sie fort,
begaben sich auf weite Reise
an einen stillen, fernen Ort.

Die Menschen wollten sie nicht mehr,
grau und öde wurd das Land,
wo Fantasie und auch Gefühle
zusammen gingen Hand in Hand.

Vergessen, glaubt ihr, sind die Drachen?
Verliert nur nicht so schnell den Mut,
der Rhythmus ihres Schwingenschlages
pulst immer noch in unsrem Blut.

Er flüstert von uralten Zeiten,
ein längst verlorner, fremder Klang,
und bringt zurück aus fernen Weiten
den lang vermissten Drachensang.

Der Fantasie sind nun entsprungen,
Geschöpfe der Gedankenwelt,
feurigen Atem in den Lungen
ziehen sie übers Himmelszelt.

Silberglanz auf mächtgen Schwingen,
Schuppenhaut im Sternenlicht,
erzähln von wunderbaren Dingen -
hört ihnen zu und stört sie nicht.

Die Augen funkelnd wie Diamanten,
weise das Herz und voll Magie,
sie bringen uns zu Unbekanntem,
ins herrlich Reich der Fantasie.

Wie glühend Feuers rote Flammen,
oder schwarz wie dunkle Nacht,
gleißendes Licht auf Schimmerschuppen -
in unsern Träumen halten sie Wacht.

Mit weiten, wild geblähten Nüstern,
Feuerflügeln, Drachenherz -
Schwingen sich, leise wie ein Flüstern,
über Trauer, über Schmerz.

Könnt ihr nicht sehn die herrlich Wesen,
unvergleichlich stolz und frei?
Als wärn sie niemals fort gewesen,
sie waren mit uns - stets dabei.

Ihr müsst nur lauschen, müsst verstehen -
Drachen sind stets bei uns hier,
in unsern Herzen möcht ich sehen
dies wunderbare Schuppentier.

(by sylvia)
 

Die Macht des Drachen

Düstere Stimmung liegt über dem Tal,
die Sonne, sie scheint versunken.
Auf einem Ross eine Gestalt ganz fahl,
das Pferd, seit Stunden nichts getrunken.

Das Mondlicht wagt einen vorsichtigen Blick,
etwas blinkt wie silbern in dessen Licht.
Aus der Satteltasche lugt ein langes Stück Strick.
Unter dem Helm verborgen ein vernarbtes Gesicht.

Eine Rüstung ist's, die das Blinken auslöst,
in ihr steckt ein Mann, mit kaltem Herzen.
Seine Augen tot, als wenn er döst,
seine Gedanken so voller Hass und Schmerzen.

Nur ein Ziel er vor Augen hat,
den letzten Drachen zu finden.
Mit seinem Schwert will er ihn legen matt,
mit einem Seil ihn an sich binden.

Ein Ritter ist es, den es zieht in den Krieg.
Einen Krieg gegen den letzten Drachen.
Sieht vor sich im Geiste schon seinen Sieg.
Aus seiner Kehle klingt ein höhnisches Lachen.

Der Drache, er hat ihn schon längst gewittert.
Schon viele Kämpfe hat er überlebt.
Und auch jetzt er vor Angst nicht zittert,
Nur sein Herz vor Trauer es bebt.

Seine Gedanken fliegen fort,
Wünsche und Sehnsüchte zu einem Traum sich vermischen.
Sieht sich an einem anderen Ort,
wo Drachenherzen nicht durch Ritters Hand erlischen.

Vor der Höhle hört er ein knacken,
wittert den Duft von Angst und Schweiß.
Überlegt, den Ritter gleich zu packen,
doch er hat ein Herz, ob sein Gegner das weiß?

Genau dieses hält ihn zurück,
lässt ihn noch zögern in seiner Tat.
Der Ritter ist nah, nur noch ein Stück,
warum ziehst Du nicht weiter? Das wär mein Rat.

Doch der Ritter kommt immer näher,
sein Schwert zum Kampf gezogen.
Suchend, wie ein Späher,
die Gefahr gut abgewogen.

Meint, dass der Drache nur ihm gehört,
in seinen Augen steht Mordlust geschrieben.
Sein Kopf von Kriegs-Ruhm betört,
vom Hass im Herzen wird er getrieben.

Sieht plötzlich den Drachen vor sich stehen,
sein Arm hebt sich, das Schwert es blinkt.
Augen, die das Schöne nicht sehen,
der Zauber einfach nicht zu ihm dringt.

Der Drache sieht die Gefahr in des Ritters Hand,
will ihn verspeisen, doch besinnt sich wieder.
Hebt seinen Schwanz, schlägt die Waffe gegen die Wand,
wirft den Ritter einfach nieder.

Der Ritter flieht mit großem Geschrei.
Treibt sein Pferd, dass es nur so fliegt.
Seine Ritterzeit ist nun vorbei.
Das Gute im Drachen, es hat gesiegt.

 

Drachen, schwimmend auf der Morgenluft, Flügel gespreizt,

Köpfe im Himmel.

Reflektierte Sonnenstrahlen,

Tausendfarbige Diamanten.

Ein Regenbogen mit feuergefülltem Maul

und Gedanken voller Weisheit.

 

Wigolant der Blaue.

Saphire auf kristallenem Eis.

Und Dharveddin Großflügel,

König des Nordens,

dessen Kopf ist wie eine Insel,

der den Sturm regiert

mit seinem Lachen.

 

Kalém der König,

Fürst der Drachen.

Der Älteste, Größte, Mächtigste.

Vergessen bald sein Bruder,

Khirlik, der Zerstörer,

Todesfluch der Shedali.

Vergessen ist Wiyteli.

-unbekannter Autor-

Drachenherz
von Sylvia


Vor unvorstellbar langen Zeiten
weilten Drachen in der Welt,
zogen durch endlose Weiten,
kreisten hoch am Himmelszelt.
Die Hüter der Magie und Weisheit,
mächtig, stolz, frei wie der Wind -
doch Wandel löste ab ihr Walten,
die Zeiten längst vergangen sind.
Die Nacht brach an für jene Drachen,
finster, düster, schwarz und kalt.
Wo einst zu hören war ihr Lachen
dort wurd? es still und stiller bald.
Ihr Flügelschlag verklang ganz leise,
fast unbemerkt zogen sie fort,
begaben sich auf weite Reise
an einen stillen, fernen Ort.
Die Menschen wollten sie nicht mehr,
grau und öde wurd? das Land,
wo Fantasie und auch Gefühle
zusammen gingen Hand in Hand.
Vergessen, glaubt ihr, sind die Drachen?
Verliert nur nicht so schnell den Mut,
der Rhythmus ihres Schwingenschlages
pulst immer noch in uns?rem Blut.
Er flüstert von uralten Zeiten,
ein längst verlor?ner, fremder Klang,
und bringt zurück aus fernen Weiten
den lang vermissten Drachensang.
Der Fantasie sind nun entsprungen,
Geschöpfe der Gedankenwelt,
feurigen Atem in den Lungen
ziehen sie über?s Himmelszelt.
Silberglanz auf mächt´gen Schwingen,
Schuppenhaut im Sternenlicht,
erzähl´n von wunderbaren Dingen -
hört ihnen zu und stört sie nicht.
Die Augen funkelnd wie Diamanten,
weise das Herz und voll Magie,
sie bringen uns zu Unbekanntem,
ins herrlich' Reich der Fantasie.

 


Drachenfrau
von Georg B. Mrozek


Am Morgen hört' ich, wie jäh Stimmen brachen.
Um Mittag dann gingst du von hier.
Am Abend sah ich einen Himmelsdrachen.
Und in der Nacht kam er zu mir.
Er flüsterte ein Lied in fremden Sprachen:
"Ich nehm' dich mit weit fort von hier
zu einem Ort in mir, an dem wir Sachen machen,
die tief verborgen ruhn in dir."
Ich durfte im dunkeln Feuer entfachen,
durfte spielend in Spiegel sehn,
sah darin Liebe, sah beide uns lachen,
konnte endlich Freiheit verstehn.
Und ewige Treue wir uns versprachen,
tanzten befreit durch helle Nacht,
mit Messern in unsere Herzen stachen,
bis neues Leben war erwacht.
Am Morgen stieg ich aus rauchendem Rachen.
Um Mittag dann kamst du hierher.
Am Abend sah ich nicht den Himmelsdrachen,
doch seinen Kuss, den gabst DU mir.

 


Der Schöpfer
Oder: Doch was ist es?
By Arokh


Die Glut in ihm wurde heiß und heißer,
Aus seinem Maul wuchsen riesige Beißer,
Nie hät? jemand ahnen können,
auch heute nicht,
Dass es zarte Klauen waren,
an seinen Pranken, die es doch nie zerbricht.
Des Wesens Macht war groß,
sein Körper jedoch schlank wie der einer Schlange,
Und wenn es jemand sah, ward ihm Angst und Bange,
So etwas riesiges, denn das war es, zu sehen,
Gewaltige 40 Meter lang
Und der doppelte Flügelumfang.
Das hat ihm der Schöpfer gegeben!
Doch wer wagt es,
so etwas gefährliches zu erschaffen,
Wer konnte sich soetwas mächtiges machen,
Welches doch dem Schöpfer selbst
eine Gefahr zu werden droht,
Das ihm im Kindesalter klauet jedes Brot,
Und er am Hungertuch zu nagen hat,
Macht das denn nicht jeden platt
Und zugrunde in seiner Existenz?
Nein, dem Schöpfer nicht,
er ist wie Nichts,
wie eine nie dagewesene Präsenz
Im unendlichen Gefüge der Welt
Von Sonne, Mond und Sternen und...Geld?
Nein, Geld spielt keine Rolle
im Dasein dieses Wesens
Doch was hat der Schöpfer
da erschaffen im Laufe seines Lebens?
Gemacht aus seiner Fantasie,
So unermesslich vollendet wie nie,
Denn es kommt Feuer aus seinem Rachen:
Ganz genau: Es ist der DRACHEN!

 


Es ward ein Vögelein gegrillt, tirili!
By Arokh


Es ward ein Vögelein gegrillt, tirili!
Es war so kohlschwarz, wie nie!
Doch der Drache hatte
kein schlecht? Gewissen,
Er fraß es einfach mit einem Bissen!
Es ward ein Bärchen gedörrt, brüll!
Der Drache freute sich darüber
total schrill!
Er nahm den Bären
an der Tatze und Schwumps!
Da war der Bär im Magen
und es machte: Plumps!
Es ward ein Giräffchen gegrillt, uah!
Da freut sich der Drache
aber groß, hurra!
Er dachte bei sich:
Endlich mal was großes, oh ja!
Und verschluckte die Giraffe
mit 3 Bissen, total!
Es ward ein dicker Elefant geröstet, törööört!
Der Drache hat' es hübsch gedööörrt!
Er hatte ja noch nie
ein schlecht' Gewissen
Und schluckt' ihn runter
mit 6 großen Bissen!
Da ward ein Stinktierchen gefeuert, stunk!
Da war der Drache jedoch
total betrunk'!
Er nahm das schwarze Knäuel
und setzte es ran,
Und schluckte es und
steckte sich mit Stinktierduft an!
Und plötzlich war der Drache unbeliebt,
Die Freunde hatten ihn
aus ihren Einladung'n gesiebt.
Niemand wollte ihn auf seiner Party haben,
Drum musst' er ins Land,
wo die dummen Stinktierdrachen starben!

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